Erlebe die Stadt zwischen Realität, Cartoon und Comic – spannend, kreativ und voller mittelalterlicher Atmosphäre.
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Franckesche Stiftungen

Die Franckeschen Stiftungen in Halle an der Saale, gegründet Ende des 17. Jahrhunderts von August Hermann Francke, zählen zu den bedeutendsten Bildungs- und Kulturstätten Deutschlands. Sie entstanden aus Franckes Ziel, armen Kindern Bildung zu bieten, beginnend mit einer Armenschule und einem Waisenhaus, das 1698 eröffnet wurde. Mit Unterstützung wohlhabender Bürger entwickelten sich die Stiftungen zu einem umfassenden Bildungszentrum mit Schulen, Wohnhäusern, Werkstätten und Bibliotheken, das ein modernes Bildungsverständnis propagierte. Dazu gehören Armenschulen, Lateinschulen, Lehrerbildungsstätten und Betreuungseinrichtungen, die nachhaltigen Einfluss auf das Schulwesen in Deutschland und Europa hatten.

Das historische Waisenhaus, erbaut zwischen 1698 und 1701, ist ein herausragendes Beispiel barocker Architektur und diente als Lebens- und Lernort für viele Kinder sowie als Verwaltungszentrum. Die wertvolle historische Bibliothek umfasst zahlreiche alte Drucke und Sammlungen, die das Interesse an Wissenschaft und Bildung der damaligen Zeit widerspiegeln.

Heute fungieren die Franckeschen Stiftungen als modernes Bildungs- und Kulturzentrum mit Museen, Forschungsstellen und Veranstaltungsräumen. Sie verbinden Tradition und Gegenwart und betonen die enge Beziehung zwischen Bildung und sozialer Verantwortung, während sie das Erbe von August Hermann Francke bewahren und das kulturelle Bild der Stadt Halle prägen.