Die „Kaffeemühle“ war eine bekannte historische Bezeichnung in Halle (Saale). Besonders bekannt wurde damit ein Bauwerk beziehungsweise ein Ort an der Kuttelbrücke. Alte Fotografien und Archivaufnahmen zeigen die „Kaffeemühle“ als Teil des hallischen Stadtbildes zwischen dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Der Name „Kaffeemühle“ wurde in Halle mehrfach verwendet. Einerseits bezeichnete er einen Ort beziehungsweise ein Gebäude an der Kuttelbrücke, andererseits erhielt auch das heutige Löwengebäude der Universität im 19. Jahrhundert wegen seiner würfelförmigen Gestalt und der Dachlaterne den Spitznamen „Kaffeemühle“.
Historische Aufnahmen aus dem Stadtarchiv Halle belegen, dass die „Kaffeemühle“ ein fester Bestandteil des damaligen Stadtlebens war. Sie stand im Zusammenhang mit den Wasserläufen und Brücken der Stadt und prägte das Bild des alten Halle. Viele dieser Bereiche waren eng mit Handel, Handwerk und Mühlenbetrieb verbunden, die für die Entwicklung der Saalestadt große Bedeutung hatten.
Der Begriff „Kaffeemühle“ verweist ursprünglich auf das Gerät zum Mahlen von Kaffeebohnen. Seit dem 18. Jahrhundert wurden solche Mühlen in Europa verbreitet und entwickelten sich von handbetriebenen Holz- und Metallmühlen bis zu elektrischen Geräten des 20. Jahrhunderts. Historische Kaffeemühlen sind heute begehrte Sammlerstücke und erinnern an die frühere Kaffeekultur.
Die hallische „Kaffeemühle“ zeigt, wie sich um Gebäude und Orte oft volkstümliche Namen bilden, die über Generationen erhalten bleiben. Solche Bezeichnungen vermitteln nicht nur historische Orientierung, sondern spiegeln auch den Humor und die Alltagssprache der Stadtbewohner wider. Die Erinnerung an die „Kaffeemühle“ gehört daher zur lokalen Geschichte Halles und zu seinem historischen Stadtbild.
Zeichnung Beatrix Thieme
