Der Siegesbrunnen in Halle (Saale), erbaut im späten 19. Jahrhundert, erinnerte an die deutschen Einigungskriege. Die Einweihung fand 1898 statt, entworfen von Emil Hundrieser, mit einer zentralen Säule, einer vergoldeten Siegesgöttin Viktoria und zahlreichen allegorischen Figuren. Der Brunnen war ein markantes Wahrzeichen und beliebter Treffpunkt auf dem Marktplatz. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er 1946 auf Befehl der sowjetischen Militärverwaltung abgebaut. Heute gibt es keine Spuren mehr von ihm, aber historische Fotografien bewahren sein Andenken. Der Verlust des Brunnens gilt als bedeutende Veränderung des Halleschen Marktplatzes im 20. Jahrhundert.