Die Moritzkirche, offiziell St. Moritz oder St. Mauritius, ist eine spätgotische Hallenkirche im Südwesten der Altstadt von Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt, Deutschland. Sie gilt als die älteste noch genutzte Pfarrkirche der Stadt und prägt seit mehr als 600 Jahren das Stadtbild. Die heutige Kirche wurde ab 1388 anstelle eines früheren romanischen Vorgängerbaus als Augustiner Chorherrenstift errichtet. Die Bauarbeiten dauerten bis 1557, wobei mehrere Baumeister beteiligt waren, u. a. Conrad von Einbeck, Hans Brochstete und Nickel Hoffmann. Der Plan sah ursprünglich einen hohen Westturm vor, dieser wurde jedoch nie vollendet. 1542/43 spielte sie in der Reformationsgeschichte eine Rolle: Der Reformator Justus Jonas, ein Weggefährte Martin Luthers, setzte hier die neue Kirchenordnung für Halle um. Bis 1970 war sie evangelische Kirche; danach wurde sie der römisch-katholischen Gemeinde übergeben und gehört heute zur Pfarrei St. Mauritius & St. Elisabeth. Sie hat einen für die Halloren eigenen Eingang.
