Was wir vom Mittelalter wissen, ist nicht das, was das Mittelalter einmal war. Es fehlen die Gerüche, die Gedankenwelt, die auch der beste Mittelalterfilm fragmentarisch wiedergeben kann. Sicher gab es damals die Pest, die mitleidlos grassierte und die alte Welt ins Wanken brachte. Sicher hatte man Folterwerkzeuge, die heutige Horrorfilme erblassen lassen. Schon allein dies nachzuvollziehen, fällt schwer. Aber wir haben heute TikTok und Co, die auf ihre Weise „foltern“. Aber das Mittelalter lebte von seinen Geschichten, ohne Zeitungen, Handys, aber durchaus hemmungslos. So hatten die Tavernen enormen Zulauf und die höchsten „Einschaltquoten“ jener Zeit, auf der Suche nach ein wenig Spaß. In Halle gab es derer viele, von der gehobenen Art bis zur Kaschemme mit Rauferei und Hurerei. So schlüpften die Mitglieder des Salzstadtclans e. V. in die Gewandung des Mittelalters und in die Gaststätte „Zu den drei Schwänen“, die in der Rannischen Straße stand. Heute ist es nur ein grauer Betonklotz und man muss ein gutes Ohr und viel Fantasie haben, um der damaligen Zeit zu lauschen. Wir haben diese Zeit gestreift mit einer Bildgeschichte, die von der Salzmagd und ihrer Mutter handelt, der damaligen Wirtin der „Schwäne“. Fand diese Geschichte statt? Bestimmt in ähnlichem Maß, wir wissen es nicht. Keine Ahnung. Es ist eine Geschichte unserer Salzstadt, mit der wir uns ein wenig an vergangene Zeiten erinnern. Das ist keine Nostalgie, sondern einfach nur Spaß.

Fantasygasse nach realen Fotos.