Ein Kontor war eine ständige Niederlassung hansischer Kaufleute im Ausland. Es diente als Handelsplatz, Lagerhaus, Verwaltungszentrum und oft auch als Wohnort für Kaufleute. In den Kontoren wurden Waren gesammelt, geprüft, gelagert und weiterverkauft. Gleichzeitig regelten sie Zollfragen, Verträge, Rechtsstreitigkeiten und die Sicherheit des Handels.
Die Kaufleute lebten dort nach eigenen hansischen Regeln. Viele Kontore besaßen eigene Siegel, Satzungen, Versammlungsräume und eine eigene Verwaltung. Sie waren damit beinahe „kleine Hansestädte in fremden Ländern“.

Gewandete in der Ausstellung „Halle – eine Hansestadt“ 2011 in der Saline